Auch Rom war durch Zuwanderung überfordert. Institutionelle Ordnungen wurden durch personelle verdrängt, staatliche durch private Schutzverhältnisse.
Der Zusammenbruch des Römischen Reichs im 5. Jahrhundert n. Chr. und der dadurch eingeleitete Untergang der antiken Kultur ist auch ca. 1500 Jahre danach ein Thema, über das intensiv geforscht und diskutiert wird. Geradezu unfassbar stellt sich für den geschichtlichen Betrachter in der Rückschau die Implosion einer antiken Weltmacht dar, der Niedergang zu einem failed state – zumindest in ihrem westlichen Teil – in nicht einmal 100 Jahren.
Als Schlaglichter in diesem Zerfall der westlichen Reichshälfte sollen zwei Ereignisse kurz angesprochen werden: der Zug der Visigoten unter ihrem König Alarich nach Italien bis zur Einnahme der Stadt 410 n. Chr. und die Zustände in den Noricum-Provinzen ca. 60 Jahre später. Am Ende der Entwicklung stand die völlige Auflösung der römischen Staatsgewalt im Westen. Das Reich wurde nun in verschiedene germanische Königreiche aufgegliedert…
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